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Mahler, Gustav - Sinfonien und Das Lied von der Erde (NTSC, 9 DVDs)

Mahler, Gustav - Sinfonien und Das Lied von der Erde (NTSC, 9 DVDs)

Quelle: Amazon

EAN: 0044007340882
Herausgeber: Universal/Music/DVD

74,95 EUR
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Features

Beschreibung

Eine Hommage an Leonard Bernstein anlässlich seines 15. Todestages am 14.10. - Die Dokumentation eines aussergewöhnlichen Dirigenten und Komponisten jetzt in einer exklusiven Sammel Edition auf Deutsche Grammophon! Die Gesangspartien sind mit Weltklasse Stars der Oper besetzt - darunter Christa Ludwig, Edda Moser, Agnes Baltsa, hermann Prey und Jos van Dam, um nur einige zu nennen.
 

Bilder

Mahler, Gustav - Sinfonien und Das Lied von der Erde (NTSC, 9 DVDs)
 

Kunden Meinungen

Unbeschreiblich, wenn alles zu tönen beginnt...

Datum:27.07.2010 - Rating: 5/5

Gustav Mahlers Sinfonien sind die letzten großen Manifeste der Romantik. Auf der Schwelle zur Moderne schaffte Mahler einen unvergleichlichen Zyklus von Meisterwerken, die gleichberechtigt auf einer Stufe mit den meisten Beethoven Sinfonien stehen. Er schafft in seinen Monumentalepen eine perfekte Symbiose zwischen Trivialem und Ernstem, zwischen Oberflächlichem und Intensivem, zwischen Freude und Trauer, zwischen Mensch und Gott. Mahler, der ja vor allem Dirigent und Intendant war, komponierte seine Sinfonien meist über mehrere Jahre. Dennoch ist seine Tonsprache einmalig und schon in den ersten Akkorden seiner ersten Sinfonie auszumachen.
Leonard Bernstein und Gustav Mahler - das ist einfach eine kongeniale Kombination. So intensiv wie Bernstein hat wohl keiner Mahler dirigiert. Das mag auch damit zusammenhängen, dass sich die beiden so ähnlich waren. Bernstein - der hier seinen zweiten von drei Mahler Gesamtzyklen mit den Wiener Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra (zweite Sinfonie) und dem Israel Philharmonic Orchestra (Lied von der Erde") vorlegt - sah Mahler stets als einen Seelenverwandten. Und keiner hat es je wieder in diesem Maße verstanden, die zutiefst menschliche Botschaft dieses gewaltigen Klangkosmos' so überwältigend zu deuten.

Die erste Sinfonie ist gewiss ein schwieriges Stück. Originellerweise eröffnet Mahler mit einem mäßig langsamen Satz. Der Naturlaut ist immer wieder herrlich. Das wilde Scherzo und das aufbrausende Finale sind beeindruckend, aber das eigentliche Highlight ist gewiss der bizarre Trauermarsch auf das französische Studentenlied Frère Jacques".
Den Beinamen Der Titan" verdankt die Sinfonie Mahlers ursprünglicher Idee, Jean Pauls gleichnamigen Roman zu vertonen, quasi als sinfonische Dichtung, denn der Komponist sträubte sich lange davor, eine Sinfonie" zu schreiben. Die gängige Lehrmeinung seiner Zeit lautete nämlich, dass es im Bereich der Sinfonie nach Beethoven eh nichts mehr zu erreichen gebe. Mahler aber hat alle Kritiker lügen gestraft, auch wenn er seinen Triumph nicht mehr miterleben durfte.
Bernstein, der die Mahler Renaissance endgültig ins Leben rief, muss sich hier mit technisch sicherlich nicht ganz perfekt spielenden Wienern begnügen. Den Tonfall dieses Werkes und seine Doppelbödigkeit erkennt er aber perfekt und gibt diese Aspekte detailverliebt wieder.

Die Sinfonien zwei bis vier lassen sich unter dem Oberbegriff Glaubensfindung zusammenfassen. Gustav Mahler, eigentlich Jude, konvertierte früh zum Katholizismus, nicht nur aus politischen beziehungsweise gesellschaftlichen Gründen, sondern auch aus persönlichen: Dass die Thora den Gläubigen nicht unbedingt ein Leben nach dem Tode in Aussicht stellt, verstörte den Komponisten. Mit seiner gewaltigen Auferstehungssinfonie zollt er seiner Begeisterung vom christlichen Jenseits Tribut. Noch heute gilt diese Sinfonie als einer der größten Geniestreiche, die je dem menschlichen Gehirn entsprangen. Die Totenfeier des ersten Satzes ist phänomenal packend und mitreißend. Das Urlicht, das Mahler aus Des Knaben Wunderhorn" entlehnte, besticht durch seine Schlichtheit und seinen tiefen Ausdruck. Ähnlich Beethovens Neunter schließt der Tonsetzer dieses enorme, zutiefst bewegende Werk mit einem Schlusschor ab. Hier berücken insbesondere die extrem leisen a capella Passagen des Chores. Und die Londoner glänzen in dieser phantastischen Aufführung, die passenderweise in ein Gotteshaus verlegt wurde.
Die dritte Sinfonie betrachtet den Topos von einer humanistischeren Seite, der des Pantheismus. Mahler beschreibt in diesem alle Rahmen sprengenden Werk - neben Havergal Brians Gothic Symphony die längste je komponierte Sinfonie - geradezu eine Abfolge des Seins. Das Werk steckt voll von Volksliedmelodien. Die Vertonung von Zarathustras Mitternachtslied" ist berauschend und auch der Einsatz eines Knabenchors im fünften Satz erweist sich als äußerst geistreich. Der Schlusssatz - ein tief empfundenes, unter die Haut gehendes Adagio - ist gewiss der Höhepunkt dieses Stückes. Dennoch ist diese Sinfonie ob ihrer Überlänge problematisch. Bernsteins Einspielung jedenfalls zählt zu den besten dieses Werkes.
Die vierte Sinfonie ist die lieblichste und - zumindest auf den ersten Blick - unproblematischste aller Mahler Sinfonien. Das Werk scheint in sich selbst zu ruhen. Mit einer Aufführungsdauer von nur" einer knappen Stunde kehrt Mahler auch zu einem konventionelleren Umfang zurück. Natürlich kann die Gelassenheit der ersten beiden, mäßigen Sätze durchaus als Resignation gedeutet werden. Wenn dann im ruhevollen dritten Satz das Orchester plötzlich herausfährt, so ist es freilich nicht verwegen, zu sagen, dass hier ein Unheil von oben herab droht. Und der zarte Engelsgesang des Schlusssatzes, der betont, dass sich die Engel vom Irdischen fernhalten, kann durchaus harte Ernüchterung bringen. Bernstein jedenfalls legt bei seiner fantastischen Interpretation des Werkes auf diese implizierte Doppelbödigkeit sehr viel Wert.

Eine Symbiose aus Religion und Humanität - und damit eine Lösung für die fatalistische Aussage der vierten Sinfonie? - findet Mahler erst in seiner Achten, der Sinfonie der Eintausend". Ungewöhnlicherweise stellte er die Partitur innerhalb kürzester Zeit fertig. Im ersten, kürzeren Teil vertont er den mittelalterlichen, christlichen Hymnus Veni creator spiritus", im zweiten Teil die Schlussszene aus Goethes Faust II - den Gipfelpunkt klassisch humanistischer Dichtung. Der erste Teil - im inbrünstigen, teils lärmenden Dauerforte - versetzt den Hörer durch seinen unvermittelten, schnörkellosen Beginn in Staunen. Die Orchestrierung des zweiten Teiles ist gewiss nicht so ausgefeilt wie in anderen Sinfonien, teilweise wirkt der Satz auch etwas langatmig, aber das berührende Finale bestätigt meine These, dass Mahler hier Religion und Humanität verflicht. Leonard Bernstein schwingt sich in dieser Sinfonie zum Herrscher des Bombasts auf. Er bändigt seine Wiener und strukturiert das Werk eindrucksvoll. Durch die herausragende Regie Humphrey Burtons wird diese Einspielung zu einem überwältigenden Ereignis.

In seinen drei mittleren Sinfonien ringt Gustav Mahler dagegen eher mit sich selbst und erörtert die Selbstfindung als Künstler in einer im Umsturz begriffenen Zeit. Sicherlich kommen auch einige autobiographische Elemente zum Tragen. So thematisiert er in seiner fünften Sinfonie - seine wohl bekannteste Sinfonie - die Zerrissenheit des modernen Menschen beziehungsweise Künstlers. Einem besinnlichen Trauermarsch stellt er einen aufgebrachten Satz gegenüber. Aber selbst im Trauermarsch baut er schon wilde Elemente ein. Das Zentrum des Werkes ist ein exotisches, sehr fein gearbeitetes Scherzo von enormem Umfang. Das berühmte, verhältnismäßig kurze Adagietto steht einem berstenden Rondo Finale gegenüber. Den Beliebtheitsgrad dieser Sinfonie kann ich nicht ganz nachvollziehen, da vor allem der zweite und der letzte Satz teils in lärmendes Getöse ausufern. Bernsteins Fünfte ist auch nicht überragend. Sein Adagietto und sein Scherzo sind zwar unangefochten, aber vor allem im Trauermarsch ist seine Farbgebung nicht überwältigend.
Durch Trauerfälle in der Familie und die zunehmende Reserviertheit des Publikums gegenüber seinen Sinfonien erlitt Mahler etliche Schicksalsschläge, welche er teilweise in der sechsten Sinfonie verarbeitet. Die Wuchtigkeit, die kompakte Formanlage sowie die wütende Brutalität des Werkes können über die Trauer, die sich zwischen den Zeilen versteckt, nicht hinwegtäuschen. Dieser Umstand brachte ihr den Beinamen Tragische" ein. Der elektrisierende Marsch des ersten Satzes wird mehrmals durch das Läuten von Herdenglocken unterbrochen, mit denen sich der Komponist an seine Jugend in Böhmen erinnert. Leidenschaftliche Ausbrüche treten auch zu Tage. Auch die Wucht des Scherzos kennt keine Gnade. Nur der langsame Satz macht Rast, versöhnt - aber nur bis das unversöhnliche Finale hereindonnert, das auch die letzte Hoffnung durch drei finale Hammerschläge zunichte macht. Die Totenglocke scheint zu läuten. Wenn man diese herausragende Aufnahme hört mit solch energisch spielenden Wienern, fragt man sich tatsächlich, ob es wahr ist, dass Bernstein fast an ihnen verzweifelt wäre, weil sie sich so lange gegen Mahlers Musik sträubten. Die extra DVD mit Aufnahmen von Proben legt Zeugnis über diesen Kampf zwischen dem fanatischen Mahler Apostel und dem sturen Orchester ab.
Ein verkanntes Meisterwerk ist Mahlers siebte Sinfonie mit dem Beinamen Lied(er) der Nacht". Die Anlage sei suitenhaft, der Finalsatz passe nicht zum Rest der Sinfonie, die ersten vier Sätze brächten keine Entwicklung, seien statisch. Programmatisch beschreibt der Tonsetzer den Kampf um das Licht, zum Licht. Während die ersten vier Sätze nächtliche Impressionen wiedergeben, feiert das Finale ausgelassen den neuen Tag. Im Mondschein beginnt Sinfonie mit einem unglaublich tiefsinnigen Thema, das den grandiosen ersten Satz durchzieht. Im zweiten Satz, einem recht bizarren Marsch, verarbeitet Mahler ein Wunderhorn Lied zur ersten Nachtmusik und schafft entzückende Momente. Das Scherzo ist sicherlich der interessanteste Satz. Mahler führt den Hörer in die Welt der Schatten, die vorbeihuschen. Die Klangfarben sind impressionistisch, der Satz steht am Rande der Tonalität. In seiner zweiten Nachtmusik arbeitet Mahler die genialsten Nuancen durch eine kammermusikalische Verwendung des Orchesters heraus. Selten nur gebraucht der Komponist seine riesenhaften Orchesterapparate, um pompöse Tutti spielen zu lassen. Es sind die feinen Abstufungen, die Mahlers Musik so interessant machen. Die Pauken verkünden den strahlenden Sonnenaufgang. Das Finale ist von hehrem, siegendem Charakterzug. Nach der anfänglichen Ungewissheit steht hier das strahlende C Dur. Gerade deshalb halte ich die siebte Sinfonie für eine der besten Mahler Sinfonien. Bernsteins Deutung mit den Wienern ist perfekt, auch wenn er seine eigene Referenz mit den New York Philharmonics nicht ganz überbieten kann. Das Orchesterspiel ist wieder technisch brillant und die Regie leistet ganze Arbeit.

Mit seinen drei letzten Sinfonien nimmt Gustav Mahler, an einer unheilbaren Herzkrankheit leidend und seinen baldigen Tod ahnend, Abschied von der Welt und vom Leben. Das Lied von der Erde" ist konzipiert für Sopran, Tenor und Orchester. Mahler aber scheute sich, dieses schwer zugängliche Werk als Sinfonie zu deklarieren, da es nach Ludwig van Beethoven keinem Komponisten mehr vergönnt war, die neunte Sinfonie zu überleben. Die Thematik dieses sechsteiligen Zyklus ist grob gesagt Alkohol und Abschied. Die ersten fünf Lieder warten mit einer Spielzeit von vier bis zehn Minuten auf. Besonders das aufbrausende erste Lied, Das Trinklied vom Jammer der Erde", ist ein wütendes Charakterstück ohne Versöhnung. Einsamkeit spielt ebenso eine große Rolle. Von der Jugend" und Von der Schönheit" künden die beiden mittleren Lieder. Das Israel Philharmonic Orchestra meistert die schwierigsten Passagen dieses Werkes mühelos. Wenn Der Trunkene im Frühling" fragt, was geht mich denn der Frühling an", wirkt die Stimmung unglaublich angespannt und wütend. Der 30minütige Abschied ist das zutiefst berührende Finale dieser anspruchsvollen Sinfonie. Und an allen Stellen dieser herausragenden Einspielung merkt man Bernsteins tiefe Verbundenheit mit diesem Werk.
Für Kenner ist die neunte Sinfonie Mahlers beste, auf jeden Fall ist sie seine schmerzhafteste und intensivste. Der erste Satz ist von erstaunlichem Aufbau. Mahler vermag es, zahlreiche Nebenthemen und scheinbar zusammenhangslose Themenschnipsel zu einem überwältigenden Klanggobelin zusammen zu fügen. In den folgenden beiden Sätzen nimmt er Abschied von weniger wichtigen Dingen, vom Lied, vom Wein, vom Spiel. Der Ländler dürfte auf seine Heimat hindeuten und die störrische Rondo Burleske auf seine Frau Alma. Aber im Finale bewahrheitet sich das, was der Komponist im Kopfsatz schon angedeutet hatte, er nimmt Abschied vom Leben selbst und vor allem von der Liebe. Dieser beeindruckende Satz - hier fantastisch eingespielt - lässt dem Hörer die Haare zu Berge stehen, rührt zu Tränen. Die ausgezeichnete Klangqualität der Aufnahme lässt einem beinahe das Blut in den Adern gerinnen. Der Schmerz kennt keine Grenzen mehr, und der Zuschauer fragt sich, ob sich da unter die Schweißperlen Bernsteins nicht die eine oder andere Träne gemischt hat...
Als Gustav Mahler 1911 in Alter von nur 50 Jahren starb, hinterließ er ein unvollendete zehnte Sinfonie und die Gewissheit, dass seine Zeit kommen würde. Der ersten Satz, den der Komponist noch zu Ende orchestriert hatte, kommt in der Regel zur Aufführung, und so auch hier. Der Tonfall dieses Adagios ist wesentlich milder, gelöster. Es liegt nicht fern, diesen Satz als eine Art Verklärung des eigenen Todes zu empfinden, ein stilles Abfinden mit dem Schicksal. Bis sich nach über einer Viertelstunde plötzlich, aus heiterem Himmel die Schleusen zur Hölle auftun und alles in Scherben zerbricht. Die Einspielung der Wiener Philharmoniker ist atemberaubend schön und mit innigster, herzzerreißender Empfindung.

Die bombastische Darbietung auf DVD raubt mir den Atem - ein Loblied auf Humphrey Burton. Als Zugabe gibt's - wie gesagt - eine extra DVD mit Proben zur Fünften und zum Lied von der Erde". Weiterhin besticht diese DVD durch kurzweilige Einführungen und Deutungen zur neunten Sinfonie. Die Aufmachung der Box ist ausgezeichnet.

Fazit: Unerlässlich, erhebend, bombastisch, unerreicht, majestätisch, intensiv, tief empfunden - besser als jeder noch so gute Film. Für Freunde guter Musik unverzichtbar. Ein galaktisches Erlebnis.

Wie Tempo 200 auf der Autobahn

Datum:23.10.2009 - Rating: 5/5

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie mit 200 über die Autobahn brettern und anschliessend die Anspannung von einem abfällt. So ging es mir bei den Mahler Sinfonien. Diese DVD-Box kann ich nur jedem empfehlen der ein Wechselbad der Gefühle auf musikalische Art erleben möchte.

Gutes Paket, ein Muss für jeden Mahler Fan!

Datum:02.09.2006 - Rating: 4/5

Ich habe die DVD.Box vor 3 Tagen gekriegt und hab schon alles durch.
Es ist wirklich super wie der große Meister Mahler zelebriert.
Als absoluter Mahler Fanatiker konnte ich der Box fast nur Gutes abgewinnen.
Einziges Manko: Durch das doch schon reife Alter der Aufnahmen(frühe 70er Jahre)ist es klanglich nicht so wie man es heute von den modernen hoch digitalsierten Aufnahmen kennt.
Kurz:
Die Box ist ein Zeitdokument doch man sollte sich nicht eine allzu cd-perfekte Vorstellung erwarten. Wer die modernen Rattle(Berliner Phil.,Birmingham) oder Boulez-Aufnahmen(Wr.Phil,Cleveland) kennt könnte vielleicht von der klanglichen Qualität des Orchester etwas enttäuscht sein!

Mahlers tönendes Universum

Datum:01.01.2006 - Rating: 5/5

Es gab und gibt wohl kaum einen Dirigenten, der die Werke Gustav Mahlers in einer derart eindringlichen und lebendigen Weise interpretiert(e) wie Leonard Bernstein (gest.1990).
Da er selber - wie Mahler auch - Dirigent und Komponist war, konnte er die genialen Partituren Mahlers durch und durch verstehen, mehr noch fühlen!
Bernstein liebte Mahler, ja er identifizierte sich nach eigener Aussage sogar mit seinen Werken.
Und das kommt seinen Interpretationen wunderbar zu Gute.
Dazu das herrliche Spiel der Wiener Philharmoniker, des London Symphony Orchestra und des Israel Philharmonic Orchestra mit den Solist/innen und Chören - alles sehr gut von Humphrey Burton aufgenommen (er hat übrigens eine grandiose Bernstein-Biographie geschrieben) und in DTS-Klang herrlich durchsichtig eingefangen.
Diese Edition (mit einer DVD, auf der man Bernstein die 5. und 9. Symphonie proben sieht und eine unvergleichliche Einführung in "Das Lied von der Erde" bekommt) ist für jeden Mahler-Freund und für jeden, der es werden will, höchst willkommen!
Die 5 Sterne sind das Minimum, was man hier geben kann...

 

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