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Bernstein, Leonard - The Gift of Music: Ein Portrait von Bernstein (NTSC)Quelle: AmazonEAN: 0044007343364 13,45 EUR
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Features
Beschreibung
LEONARD BERNSTEIN-A GIFT OF MUSICKunden Meinungen
Aus der Sicht von Österreichern
Datum:30.01.2010 - Rating: 2/5Es wird versucht, viel Info reinzupacken, dabei wird das Ganze etwas überladen. Der Autor konzentrierte sich stattdessen - für meinen Geschmack - auf Unwichtiges; so sind die (schmalzigen) Filmszenen (von Filmen zu denen er die Musik schrieb) viel zu lange. Vieles habe ich vermisst - vor allem fehlt es an Herz. Zu seinem Ableben kein Wort. Geärgert hat mich der Satz "Wien, die Stadt Beethovens und Brahms". Aber die Ösis, so wurde ich belehrt, halten diese urdeutschen Komponisten tatsächlich für Österreicher und Adolf für einen Deutschen. Es gibt bessere Filme zu Bernstein.
Hohes Niveau
Datum:15.04.2008 - Rating: 5/5Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen: Besser kann man eine Doku über solch einen Menschen wohl kaum aufziehen. Sie ist eher thematisch als chronologisch aufgebaut, was bei Bernstein unbedingt notwendig ist, um seine ungeheure Zähigkeit und Energie auf jedem seiner Spezialgebiete erlebbar machen zu können. Und tatsächlich kann es bei ihm auch gelingen, sein Privatleben nicht zu verkitschen und das ewig herbeigeredete Rivalen- und Antipodentum zu Karajan mal nicht auszulatschen, wie es einige neue Dokus sogar in Parallelschnitt tun. Im Großen und Ganzen ist die Doku sehr undramatisch aufgebaut, was äußerst angenehm ist.
Als Kommentator kommt hauptsächlich Bernstein selbst zu Wort. Das garantiert zwar bei weitem nicht, dass man die ultimative Wahrheit hört, aber es ist besser, als sich eine zurechtgelegte über das Off-Kommentar einreden zu lassen - so ist man in seinen Äußerungen immer geneigt, zu hinterfragen. Die wenigen Off-Kommentare wirken dadurch manchmal recht unpassend, sind aber notwendig um dem ganzen Struktur zu verleihen. Wenn man sich oberflächlich "Sensationelles" verspricht, wird man enttäuscht werden: Es geht nicht um den Alkoholiker, Schwulen, Zerrissenen, Depressiven, Totunglücklichen, Tablettenabhängigen, am Ende körperlich Zerstörten. Es geht um den Künstler - und alles Private dient nur dazu, diesen nahe zu bringen, ist nicht Selbstzweck. Alles Übrige wird überraschen, von der ersten bis zur letzten Minute - gerade mit Massen von nicht oft gezeigtem Filmmaterial. Selbst wenn man sich, so wie ich, sein Leben lang intensiv mit Bernstein beschäftigt hat. Man wünscht sich dann nur, dass noch viel mehr Filmaufnahmen zugänglich gemacht werden, z.B. von seinem Wirken als Lehrer!
Unglaubliches audiovisuelles Destillat
Datum:29.01.2008 - Rating: 5/5Die schon 1993 produzierte Dokumentation über das gesamte Leben von Leonard Bernstein ist eine sehr durchdachte, professionelle, musikalische Reise der Extraklasse. Die nicht mal 90 Minuten sind keineswegs immer leichte Kost, doch für jeden Zuschauer bestens geeignet. Egal welches Vorwissen man über Bernstein hat, es wird immer noch ergänzt durch wahrscheinlich noch nie gesehenes Bildmaterial aus allen Jahrzehnten seines musikalischen Schaffens.
Kein Interview, keine Orchesteraufnahme und kein Konzertmitschnitt sind zuviel oder gar unnötig. Der Kosmos Bernstein wird innerhalb dieser Dokumentation komplett beleuchtet, lässt keine Fragen, Wünsche offen, sondern lässt einen nur staunen wie vielseitig dieser Mann wirklich war. Egal ob als Dirigent zusammen mit den Wiener Philharmonikern oder einem Jugendorchester aus Deutschland, egal ob als Komponist oder Familienvater. Mal streng, mal lustig, aber immer im Interesse der Musik zeigt diese wirklich auf sehr hohem Niveau geführte Dokumentation einen musikalischen Reichtum, der seinesgleichen sucht.
Der Rote Faden geht nie verloren und das ist bei jemandem wie Bernstein besonders wichtig, da er sich unglaublich vielseitig engagiert hat. Der Zuschauer hat nie das Gefühl überladen zu werden mit Bildern oder Musik, dennoch wird die komplette Bandbreite der Musik von Jazz bis Strawinsky, von Wagner bis Mozart angeschnitten ohne jedoch in oberflächliche Aussagen, Kommentare und Schemata abzudriften.
Diese Ernsthaftigkeit über die gesamte Dokumentation durchzuhalten, aber dem Zuschauer auch Zeit zur Entspannung zu bieten, gelingt wunderbar. Sowohl für Musik-Desinteressierte wie auch für Musik-Interessierte ist diese DVD ein perfektes Produkt, bei dem mir die richtigen Worte fehlen, denn es geht bei der Dokumentation nicht allein um Bernstein sondern um das, womit er gelebt hat und den Menschen näher bringen wollte: Musik.
Universalgenie der Musik
Datum:02.12.2007 - Rating: 5/5Leonard Bernstein - US-amerikanischer Weltbürger, Komponist und phänomenaler Dirigent - war, ist und bleibt eines der wenigen Universalgenies der Musikgeschichte. Dabei ist er, wie kein anderer Dirigent, durch das Fernsehen sehr früh zu einem Multiplikator für Musik geworden. Klassik, aber auch moderne Musik (Musicals) konnten so Generationen von Menschen nahegebracht werden. Das DVD-Porträt versucht vor allem durch "Lenny" selbst sein Leben bis wenige Jahre vor seinem Tod (1990) zu beleuchten.
Seine große Liebe zu Mahler, seine einzigartige Beziehung zu den Wiener Philharmonikern (die erst durch sein Durchstehvermögen zu Mahler "bekehrt" wurden), aber auch zu den New Yorker Philharmonikern (deren Chef er jahrelang war) und zum Israel Philharmonic Orchestra (dem er seit 1946 eng verbunden war), bilden den roten Faden durch dieses abwechslungsreiche, spannende Leben, das die ganze Welt bereichert hat.
Thank you, Lenny!
